Hautarzt Venenpraxis 

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Dr. Michael Hörner
Facharzt für Dermatologie, Venerologie, Allergologie
Hütteldorfer Straße 117 / 9, 1140 Wien

Melanom, Spinaliom, Basaliom

Rechtzeitiges Erkennen und Behandlung von Hauttumoren: Eine Übersicht

Risiko

Das Risiko zur Entstehung von Hauttumoren hängt von mehreren Faktoren ab:

Hauttyp: Ein heller Hauttyp (Typ 1, 2) hat deutlich geringeren Schutz gegen Ultraviolett (UV)-Strahlung als ein dunkler Hauttyp (Typ 3-6).

Genetische Faktoren: Gibt es andere Personen mit Hauttumoren in der Familie?

Lebensalter: Das Risiko auf Hautschäden steigt mit zunehmendem Lebensalter. 

UV-Exposition: Wir brauchen Licht und Sonne! - Aber im richtigen Maß: Der häufige Aufenthalt an südlicher Sonne und im Gebirge bedeutet im Laufe des Lebens eine kumulative Belastung.

Sichtbares Licht ist nur einer kleiner Teil des Sonnenspektrums, welches auf uns wirkt. Die Atmosphäre schützt uns vor besonders aggressiver Strahlung.

Sonstige Risiken: Virale Infekte können zu Hauttumoren führen.

Therapeutische Bestrahlungstherapie und längerfristige Immunsup-pression erhöhen das Risiko auf Hautinfektion und Tumore. 

Akute und chronische Hautschäden

Sonnenbrand: Ein akuter Sonnenbrand ist schmerzhaft, lästig und vergeht binnen Tagen. Seine Abheilung wird durch kühlende Cremes beschleunigt. - Wiederholte Sonnenbrände können Ursache späterer Hauttumore sein.

"Landmannshaut": Zunehmende Vergröberung der Haut nach Jahren der UV-Exposition. Es kommt zum Verlust elastischen Gewebes; die Haut altert schneller.

Aktinische Keratosen: Auftreten zahlreicher, rötlich-krustiger Herde vor allem an sonnenexponierten Arealen (Bild rechts). Sie können sich später zu bösartigen Hauttumoren entwickeln.

Aktinische Keratosen

Basaliom

Hauttumore:
Weißer und schwarzer Hautkrebs

Zum weißen Hautkrebs zählen das Basaliom (Basalzell-Karzinom) und das Spinaliom (Plattenepithel-Karzinom)

Plattenepithel-
Karzinom

 

Weißer Hautkrebs ist häufig. Er tritt als Zeichen der kumulativen Sonnenbelastung meist ab dem mittleren Lebensalter auf. Die Behandlung in Frühstadien ist unkompliziert. Rechtzeitig behandelt, geht üblicherweise keine sonstige Gefahr von ihnen aus. Unbehandelt können sie jedoch tiefe Gewebeanteile zerstören.

Als schwarzen Hautkrebs bezeichnet man das Melanom.

Melanome sind bösartig, potenziell lebensbedrohlich und sollten raschest operativ entfernt werden! - Ein dunkles, unregelmäßig gefärbtes und unregelmäßig begrenztes Mal, welches sich binnen weniger Wochen und Monaten merklich ändert, sollte Grund für eine umgehende ärztliche Kontrolle sein.

Melanom

Melanom

UV-Einstrahlung

Schutzmaßnahmen

Die einfachsten Schutzmaßnahmen gegen UV-Einstrahlung sind:

Abdeckende Kleidung; Meidung direkter Einstrahlung in Risikosituationen; Anwendung von Lichtschutzcremes mit Filtern gegen UVA und UVB-Licht.

Die Wirksamkeit der Lichtschutzcremes wird durch den Schutzfaktor ausgedrückt (SPF: Sun Protection Factor). Gängige Lichtschutzfaktoren liegen zwischen 25-50; aber auch der höchste Lichtschutzfaktor bedeutet keinen 100%-igen Schutz.

Für den empfindlichen Hauttyp ist zu empfehlen: Bleiben Sie im Sommer zu den Mittagsstunden im Hause.

Vorsorge

Empfohlen wird die jährliche klinische und dermatoskopische Inspektion der gesamten Hautoberfläche. Bei höherem Risiko können engmaschigere Kontrollen ratsam sein.

Unter Dermatoskopie versteht man die auflichtmikroskopische Begutachtung aller verdächtigen Male und Herde. In Abhängigkeit von bestimmten Kriterien können daraus verschiedene Empfehlungen resultieren.

Auflichtmikroskopie
gutartiges Mal

Therapie

Weißer Hautkrebs

Flächenbehandlung mittels wirksamer Cremes;

Kyrotherapie: Oberflächenbehandlung mit flüssigem Stickstoff;

Hochfrequenz-Kaustische Abtragung in Lokalanästhesie;

Operative Entfernung: Probeentnahmen und ambulante Exzisionen in Lokalanästhesie.

Melanom

Unverzügliche operative Entfernung mit Sicherheitsabstand! Kleinere Exzisionen können ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Größere Eingriffe - eventuell unter Einschluss benachbarter Lymphknoten - werden an einer Spitalsabteilung durchgeführt. Parallel werden Begleit-untersuchungen durchgeführt.

Zudem stehen moderne Medikamente zur hochwirksamen systemischen Therapie zur Verfügung.