Ästehtische Dermatologie
Häufige Fragestellungen,
Auswahl ästhetischer Behandlungen
Kollagenverlust
Im Lauf des Lebens wird unsere Haut dünner und trockener. Sie verliert Kollagen, Feuchtigkeit und Elastizität; es entstehen Risse und Fältchen. Mit Verminderung der natürlichen Schutzfunktion verstärkt sich die Neigung zu Irritationen, Infektionen und Ekzemen. Die störenden Einflüsse hinterlassen sichtbare Verfärbungen und Unregelmäßig- keiten. Ein zusätzliches Risiko besteht für Frauen in der Menopause durch den natürlichen Östrogenmangel.
Geeignete Maßnahmen können den Alterungsprozess verlangsamen. Dazu gehören z.B.:
Richtige Hautpflege mit glättenden Salben;
Salben mit spezifischen Wirkstoffen (Retinoide, Östriol u.a.);
Aktivierung der Kollagenbildung durch Radiofrequenz-Mikroneedling,
Iontophorese und Elektroporation (Einschleusung);
sonstige unterstützende Behandlungen.
Risikomeidung: starke Sonnenexposition, häufige Saunabesuche, Stäube, falsche Pflegeprodukte (trocknende Lotionen); Nikotinkonsum.
Der weibliche Hormonstatus soll ab dem 50. Lebensjahr periodisch kontrolliert werden. Östrogenmangel hat Auswirkungen auf die Haut.
Rechtzeitige Behandlung: Wirksame Maßnahmen zum Schutz der Hautbarriere können vorsorglich (ab dem 40. Lebensjahr) durchgeführt werden; noch bevor ein deutlicher Kollagenverlust eintritt. Hierzu zählen insbesondere Iontophorese (ganzjährig), als auch das Radiofrequenz-Mikroneedling (September bis Juni).

Störende Hautgewächse
Gutartige Hautgewächse können sich in großer Zahl und über größere Flächen ausbreiten. Zu den häufig auftretenden Herden zählen
Fibrome, seborrhoische Warzen,
Wucherungen der Talgdrüsen, rote Angiome (Abb.1-4).
Die Entfernung der Gewächse ist mit unterschiedlichen Methoden - auch in großer Zahl - einfach möglich; z.B. mit Hochfrequenz-Kaustik oder Laser.
Dermaler Naevus
Harmlose bindegewebige Male (Dermale Naevi) bilden weiche Knoten, deren Größe im Laufe der Jahre zunehmen kann. Dabei kann es zu Irritationen kommen, z.B. durch Reibeeffekte der Kleidung. - Die Entfernung ist mittels kleinem Eingriff in Lokalanästhesie möglich.

Verfärbungen, Pigmentierungen
Gutartige Pigmentierungen (z.B. lentiginöse Male; Melasma) können nach wiederholten äußeren Reizen, fortgesetzter Beanspruchung und bei trockener Haut (Xerosis) an exponierten Arealen auftreten. Häufig betroffen sind auch Personen mit empfindlicher Haut und Neigung zur Atopie (Allergieneigung). Die störenden Erscheinungen nehmen im Laufe der Jahre zu.
Untersuchung: Mittels Dermatoskopie werden harmlose Pigmentmale von Vorläufern anderer Hauterkrankungen unterschieden.
Risikomeidung: Auslösende Einflüsse (Austrocknung, Haarfön, Staubexposition, falsche Pflegeprodukte) sollen vermieden werden. Bei Frauen empfiehlt sich die Kontrolle des Hormonstatus.
Therapeutische Maßnahmen umfassen z.B.:
Hautpflege: Anwendung geeigneter Salben, ev. Retinoid-Cremes;
Kryotherapie: oberflächige Vereisung mit flüssigem Stickstoff;
Iontophorese / Elektroporation (Einschleusung);
Radiofrequenz-Mikroneedling (Anregung der Kollagenbildung);
Laserbehandlung.

Lentiginöse Pigmentmale

Melasma der Stirn
Gewächse am Augenlid
Lidfibrome sind gutartige, oft gestielte Wucherungen.
Xanthelasmen sind gelbliche Herde, denen eine Ansammlung fettspeichernder Zellen im Bindegewebe der Lider zugrunde liegt. Die Entfernung kann z.B. operativ oder mittels geeignetem Laser erfolgen. Ein neuerliches Auftreten kann nicht ausgeschlossen werden.
Syringome entsprechenden vergrößerten ekkrinen Drüsen der Augenlider. Ihre Entfernung kann z.B. kaustisch oder mittels Laser erfolgen. Es können oberflächliche Veränderungen der Hauttextur sichtbar bleiben.
Störende Blutgefäße
Besenreiser sind dünne, oft dicht verzweigte bläuliche venöse Blutgefäße. Sie treten bevorzugt an den Beinen auf und bedeuten bei alleinigem Auftreten noch keine Krankheit.
Teleangiektasien sind dünne, oft verzweigte rötliche arterioläre Blutgefäße. Treten sie im Gesicht auf, können sie Teilaspekt einer sog. Couperose oder Rosacea sein. Im Bereiche des Körperstammes können sie bei starker Ausprägung ein Hinweis auf sonstige Erkrankungen sein.
Die Behandlungsoptionen umfassen u.a. Verödungen, Radiofrequenz-Mikroneedling, kaustische oder Laserbehandlungen. Von Hitze, Sauna und thermischer Belastung wird in jedem Fall abgeraten.

Schema: Dermatochirurgische Narbenreduktion
Narbenbehandlung
Narben sind ein Ersatzgewebe, welches als Reaktion auf Verletzungen, Operationen oder Infektionen entsteht. Zu unterscheiden sind:
Atrophe, eingesunkene Narben z.B. nach viralen Bläschen;
überschießende Narben (hypertrophe Narben, Keloide); vor allem nach physikalischer Schädigung oder bakteriellen Infekten, bei bestimmtem Hauttyp.
Atrophe Narben können mit Radiofrequenz-Mikroneedling und/oder Laser behandelt werden. - Hypertrophe Narben erfordern individuelle Behand-lungen; z.B. wiederholte Infiltrationen oder operative Reduktion: Dabei wird ein Großteil innerhalb des Narbenareals entfernt (s. Schema).
Ohrläppchen Rekonstruktion
Langjähriges Tragen schwerer Ohrgehänge kann zur zunehmenden Ausweitung der Perforation im Ohrläppchen führen. Eingesetzte Piercings mit Dehnungseffekt (flesh tunnel) führen zu deutlich größeren Defekten. Im Extremfall kommt es letztlich zur Teilung des Ohrläppchens (s.u., Schema: Schmerzloser Durchriss nach schwerem Ohrgehänge).
Die genannten Schäden lassen sich dermatochirurgisch rekonstruieren. Abhängig vom Ausmaß der Vorschädigung, führt die Rekonstruktion nicht zu einem völlig identen Resultat wie vor der Schädigung. Der Eingriff erfolgt ambulant in Lokalanästhesie.

Schema: Dermatochirurgische Rekonstruktion des Ohrläppchens
(01) 789 26 54 








